FDP Schaumburg legt Kommunalwahlprogramm 2026 vor
Der FDP-Kreisverband Schaumburg hat sein Kommunalwahlprogramm für die Kommunalwahl 2026 vorgelegt. In zehn Themenfeldern machen die Liberalen konkrete Vorschläge für die weitere Entwicklung des Landkreises. Im Mittelpunkt stehen eine moderne Verwaltung, gute Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Wohnen, eine verlässliche Infrastruktur sowie mehr Wahlfreiheit für die Menschen vor Ort.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung der Verwaltung. Digitale Verfahren sollen ausgebaut, Mehrfachangaben vermieden und Künstliche Intelligenz dort eingesetzt werden, wo sie Beschäftigte von wiederkehrenden Aufgaben entlasten kann. Für die FDP ist dabei entscheidend, dass Digitalisierung kein Selbstzweck bleibt, sondern Bürgerinnen und Bürgern tatsächlich Zeit spart.
Auch beim Bauen und Wohnen wollen die Liberalen an den Rahmenbedingungen ansetzen. Kommunale Vorgaben sollen auf unnötige Kostentreiber überprüft, Genehmigungsverfahren beschleunigt und Möglichkeiten des einfacheren Bauens genutzt werden. Statt den Landkreis selbst zum großen Wohnungsbauer zu machen, sollen private Investoren, Genossenschaften und Bauherren bessere Bedingungen erhalten.
Bei der Mobilität setzt die FDP auf Wahlfreiheit. Bus- und Bahnverbindungen sollen stärker am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet und durch Rufbusse und On-Demand-Angebote ergänzt werden, wo klassische Linienverkehre wenig wirtschaftlich sind. Gleichzeitig bleibt das Auto gerade im ländlichen Raum für viele Menschen unverzichtbar. Auch ein Deutschlandticket für Schülerinnen und Schüler soll auf seine dauerhafte Finanzierbarkeit geprüft werden, ohne dadurch bestehende Busverbindungen zu gefährden.
Für einen starken Wirtschaftsstandort Schaumburg fordert die FDP schnellere Genehmigungen, weniger Bürokratie und bessere Bedingungen für Unternehmen, Handwerk, Selbstständige und Gründer. Co-Working-Angebote sollen ausgebaut und bestehende Gewerbestandorte weiterentwickelt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bildungspolitik. Bei der digitalen Ausstattung der Schulen setzt die FDP auf Technologieoffenheit statt einer dauerhaften Festlegung auf einzelne Hersteller. Schulen und Lehrkräfte sollen aus einem Pool geeigneter Geräte wählen können. Einheitliche Standards brauche es bei Datenschutz, Schnittstellen und Geräteverwaltung – nicht beim Markennamen. Zusätzlich sollen praktische Informatik- und MINT-Angebote mit Raspberry Pis, Mikrocontrollern, Sensoren und Robotik gestärkt werden.
Das Programm greift darüber hinaus konkrete Themen aus dem Alltag im Landkreis auf. Dazu gehören eine stärkere Zusammenarbeit der Tierheime und der Wildtier- und Artenschutzstation, verbindlichere gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten für arbeitsfähige Asylbewerber ohne reguläre Beschäftigung, eine verständliche Schaumburger Gefahren- und Vorsorgeübersicht für Krisenfälle sowie die Prüfung einer kostenfreien Abgabe kleinerer Abfallmengen an den Recyclinghöfen.
Auch die frühkindliche Schwimmförderung soll ausgebaut werden. Gemeinsam mit Kitas, DLRG und Schwimmbädern sollen Pilotprojekte entstehen, damit mehr Kinder bereits vor der Einschulung Erfahrungen im Wasser sammeln und die Chance auf das Seepferdchen erhalten.
Mit dem Kommunalwahlprogramm will die FDP Schaumburg zeigen, dass Kommunalpolitik nicht bei allgemeinen Forderungen stehen bleiben muss. Entscheidend seien konkrete Veränderungen, die vor Ort umgesetzt werden können: weniger unnötige Bürokratie, funktionierende Infrastruktur, mehr Eigenverantwortung und ein Landkreis, der Bürgern und Unternehmen möglichst viele Freiräume lässt.
Das vollständige Kommunalwahlprogramm 2026 der FDP Schaumburg steht ab sofort zum Download bereit.